Silke Hendrix

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Meine Philosophie

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung (Antoine de Saint-Exupéry)

Genau diese Fähigkeit – der Blick über den Tellerrand oder auch mal den Blickwinkel des Gegners einzunehmen – ist nach meiner Erfahrung oft der Schlüssel zum Erfolg.

Stell dir z.B. vor, du verhandelst mit dem Betriebsrat über eine Betriebsvereinbarung, z.B. zum Thema Arbeitszeit. Du willst verlängerte Arbeitszeiten durchsetzen, der Betriebsrat will das natürlich nicht. Wenn jetzt beide Seiten stur auf ihrer Sicht der Dinge beharren, kommt es schnell zu verhärteten Fronten, nicht selten muss dann am Ende eine Einigungsstelle entscheiden, deren Ergebnisse oftmals eher einen faulen Kompromiss darstellen.

Wenn du jetzt aber, statt nur deine Forderung durchsetzen zu wollen, dem Verhandlungspartner ehrlich zuhörst und ihn zu verstehen versuchst, wirst du wahrscheinlich viel darüber herausfinden,

  • Was die genauen Bedenken gegen deine Pläne sind
  • Wo die besonderen Schmerzpunkte liegen, wo der Schuh ganz besonders drückt
  • an welchen Stellen Verhandlungsbereitschaft besteht
  • welche Unsicherheiten auf der Gegenseite bestehen, die du vielleicht durch etwas mehr Transparenz oder bestimmte Absicherungsmechanismen ausräumen kannst
  • was du ggf. tun kannst, um dem Verhandlungspartner entgegen zu kommen

Und das Wichtigste ist – der vormalige Gegner fühlt sich plötzlich gehört und verstanden. Und wird dadurch viel eher bereit sein, sich umgekehrt auch deine Beweggründe offen anzuhören. Und plötzlich ziehen beide vielleicht am selben Strang. Klingt wie Zauberei? Ist es aber (fast) nicht.

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Mediation Arbeit in Leichtigkeit in der Natur

Mir als Spezialist für Arbeitsrecht ist vor allem eins wichtig, nämlich dass meine Kunden nachhaltig vom Ergebnis meiner Arbeit profitieren. Und dazu ist es eben sinnvoll, auch die Interessen der Gegenseite im Blick zu behalten. Denn gerade im Arbeitsrecht müssen die Parteien in den meisten Fällen auch nach Beendigung des Konflikts weiter zusammenarbeiten. Da ist mit einer ausgewogenen einvernehmlichen Regelung oftmals allen Beteiligten mehr geholfen als mit einem Pyrrhussieg.

Warum ich außerdem finde, dass es auch für Rechtsanwälte heutzutage eine richtig gute Idee ist, online zu arbeiten, was das mit Lifebalance  – deiner und meiner – zu tun hat, wie dadurch sogar bessere Arbeitsergebnisse entstehen und weshalb ich deshalb ganz überwiegend online arbeite, erfährst du hier.

Warum Anwältin sein so genau meins ist….

 

Ich glaube, Anwältin bin ich im Wesentlichen aus zwei Gründen geworden:

1.

Ich war schon immer begeistert von Sprache. Als Kind habe ich – und das schon bevor ich in die Schule kam – alles an Büchern verschlungen, was mir in die Finger kam. Und schreiben fiel mir auch schon immer leicht, Aufsätze haben mir richtig Spaß gemacht – ein Thema von allen Seiten zu beleuchten, überzeugende Argumente zu kreieren und am Ende zu einem gut begründeten Ergebnis zu kommen – das war voll mein Ding. Da liegt es nahe, einen Beruf zu wählen, der viel mit Lesen und Schreiben zu tun hat. Und das ist beim Anwalt sein definitiv der Fall. Nicht nur, dass man oft seitenweise Sachverhalt studieren und verstehen muss, man durchsucht auch die bestehende Urteile oft stundenlang quasi nach der Nadel im Heuhaufen, um das zu finden, was dem Mandanten helfen kann. Und dann muss man ja auch selbst ‘ne Menge Text produzieren – möglichst natürlich so, dass es den Gegner oder später das Gericht überzeugt. Und während das für manche Menschen eher nach Gruseltheater klingen mag – ich liebe das! Wenn man am Ende einen Schriftsatz produziert und selbst das Gefühl hat, ja, das ist schlüssig, das überzeugt, das ist immer wieder ein tolles Gefühl. Und wenn das Gericht das dann am Ende auch so sieht, ist es immer wie ein kleines Fest.

2.

So lange ich mich erinnern kann, war es immer so, dass Leute zu mir kamen und sich bei mir „ausgeweint“, mir ihre Sorgen mit anderen Menschen geklagt und mich um Hilfe in zwischenmenschlichen Themen gebeten haben. Ich weiß selbst nicht, woran das eigentlich liegt, aber es ist so, irgendwas muss ich wohl an mir haben… Und ich glaube, was die Leute dabei am meisten schätzen, ist nicht nur mein offenes Ohr, sondern dass ich immer versuche, beide Seiten zu beleuchten und zu verstehen. Natürlich will man demjenigen, der da zu einem kommt, gern helfen, aber ich fand schon immer, dass Hilfe meist nicht heißt, demjenigen uneingeschränkt zuzustimmen in seiner meist ja doch eher subjektiven Meinung, sondern auch zu hinterfragen, was denn zu dem Problem geführt hat, was den anderen vielleicht bewegt und welchen Beitrag beide dazu geleistet haben, dass es grade nicht rund läuft, und wie man daher auch gemeinsam eine Lösung finden kann, die für beide passt. Tja, irgendwie hab‘ ich das dann wohl zum Beruf gemacht… Denn in meiner Welt ist es genau das, was auch ein Anwalt tun sollte. Keinem Mandanten ist geholfen, wenn der Anwalt nur das sieht und glaubt, was der eigene Mandant ihm erzählt, denn das ist naturgemäß immer ziemlich subjektiv. Vielmehr sollte der Anwalt auch immer darauf gucken, was die Gegenseite wahrscheinlich erwidern wird und vor allem auch den Betrag des eigenen Mandanten zu dem Problem hinterfragen. Denn nichts anderes wird in der Regel auch ein Richter tun.

 

 

Im Übrigen ist es bis heute so, dass Leute meinen Rat suchen oder mir ihre Seele ausschütten und mich als Sparringspartner nutzen – auch in gar nicht juristischen Themen. So passiert es gar nicht selten, dass ich mit meinen Mandanten über ganz andere Themen philosophiere als den aktuellen Fall. Und ich finde das großartig, diese menschliche Ebene – so bereichernd und ich bin sehr dankbar dafür, einen Beruf gewählt zu haben, in dem dafür so viel Raum ist.